Schmugglerpfad

Unterwegs auf alten Pfaden im Grenzgebiet am Brenner zwischen Nord- und Südtirol

Du liebst die Berge und hast bereits alpine Erfahrung gesammelt? Du bevorzugst die etwas einsameren Wege, möchtest dabei aber nicht auf eine Traumkulisse verzichten? Dann ist diese Tour genau die richtige für dich. Auf alten Schmugglerpfaden wanderst du am Grenzkamm zwischen Nord- und Südtirol, spätestens auf deinem Weg zur Europahütte befindest du dich in deinem Fernwander-Flow. Entdecke die unbekannte Seite des Olperers und versteckte Gletscherseen, genieße atemberaubende Aussichten, wate durch sprudelnde Bäche und erlebe in Südtirol ein teils mediterranes Flair. 

Lass dich ab und zu durch unsere Schmuggler-Geschichten in eine längst vergessene Zeit entführen. Du kannst täglich aufs Neue entscheiden, ob du den direkten Weg von Hütte zu Hütte gehst oder ob du eine der Varianten wählst und somit zusätzliche Gegenden und Gipfel kennenlernst. So ist für jeden etwas dabei. Es ergeben sich dadurch aber auch bei etwas unsicheren Wetterverhältnissen genug Möglichkeiten, die Etappen trotzdem zu meistern.

Wichtiger Hinweis:

Nach den heurigen späten Schneefällen herrschen an einigen Passagen des Schmugglerpfads, speziell an der Alpeiner Scharte, noch stark winterliche Verhältnisse. Wir empfehlen einen Tourstart daher frühestens ab Mitte Juli! 

Highlights

  • Entdecke die Welt am Fuße des Olperers in den Zillertaler Alpen
  • Finde deinen Fernwander-Flow im mediterranen Südtirol
  • Übernachte auf der einzigartig gelegenen Europahütte

Achtung: geänderte Routenführung im Juli:

Aufgrund großer Wassermengen ist der direkte Abstieg von der Europahütte nach Vals über den Weg #529 (Geistbeckweg) aktuell auf Höhe Zeischalm nicht passierbar! Wir empfehlen den Abstieg über das Venntal Richtung Brenner. Bitte erkundige dich beim Hüttenwirt der Europahütte nach den aktuellen Bedingungen.
Bitte beachte dies auch bei der Planung deiner Anreise.

Tourencharakter

Du wanderst auf schmalen, manchmal ausgesetzten Wegen, die durchwegs markiert und beschildert sind (zum Teil schwarz markierte Bergwege). Für diese Tour sind Schwindelfreiheit, Trittsicherheit, gute Kondition und alpine Bergerfahrtung erforderlich. 

Das Programm im Überblick

Tag 1: individuelle Anreise nach Tirol
Anreise nach St. Jodok am Brenner in Tirol. Wir empfehlen die öffentliche Anreise mit der Bahn (S-Bahn ab Innsbruck und Brenner in der Gästekarte inkludiert, gib vorher bei uns Bescheid, dass wir dir einen Anreise-Voucher ausstellen können). Vom Bahnhof gelangst du in ca. 5 Minuten zu Fuß zum Gasthof. Die Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln findest du im Internet unter www.vvt.at oder lade dir die SmartRide-App des VVT auf dein Handy.
Abendessen und Übernachtung im Gasthof.

Tag 2: St. Jodok (1.130m) - Vals Touristenrast (1.345m) - Geraer Hütte (2.324m)
Gehzeit: ca. 3,5 Stunden, Strecke: 7 km, 1.000 HM auf
Frühstück im Gasthof. Falls du ein Lunchpaket wünschst (gegen Aufzahlung), gib am Vorabend bei den Wirtsleuten Bescheid.
Von St. Jodok fährst du mit dem Linienbus (Ausstieg Touristenrast) oder mit deinem PKW (großer Parkplatz „Nockeralm“ / Parkplatz Geraer Hütte) zum Ausgangspunkt.
Von der Touristenrast folgst du nun dem Wirtschaftsweg Nr. 502 bis zur Materialseilbahn der Geraer Hütte. In zahlreichen und gut angelegten Kehren führt ab hier ein Steig (Nr. 502) zuerst durch Wald und später über freies Gelände hinauf zur Geraer Hütte (2.324 m).
Abendessen und Übernachtung im Lager.

Variante: du kannst zu Fuß direkt in St. Jodok starten und erreichst nach gut 2 Stunden Gehzeit und 200 HM im Aufstieg die Touristenrast (Wanderwege Nr. 82 und Nr. 85).

Tag 3: Geraer Hütte (2.324m) - Pfitscherjochhaus (2.276m)
Gehzeit: 5,5-6 Stunden, Strecke: 10 km, 800 HM auf, 850 HM ab
Nach dem Hüttenfrühstück in einer spektakulären Umgebung führt dich dein Weg Nr. 502 Richtung Südosten zunächst durch ein weites Schotterkar. Mit etwas Glück entdeckst du ganz in der Früh ein paar Steinböcke. Umrahmt wirst du von den mächtigen und imposanten Felswänden von Fußstein und Schrammacher. Allmählich kommst du dem weithin sichtbaren Eisengerüst des ehemaligen Molybdän-Bergwerks näher. Oberhalb der verfallenen Baracken und des vergitterten Stolleneingangs wartet die erste kleine Herausforderung auf dich. Der Weg führt nun durch steileres Gelände aus rutschigem und feinem Geröll, ehe du die Alpeiner Scharte erreichst. Der Ausblick von hier ist einfach grandios. Du siehst weit hinunter ins Wipptal, wo du am Tag zuvor gestartet bist und bekommst beim Blick in die Tuxer Alpen einen Vorgeschmack darauf, was dich noch erwartet.
In angenehmen Serpentinen folgst du nun dem Weg hinunter ins Zillertal. Für Steinesammler ist dieser Abschnitt das Paradies. Folge weiter den Wegmarkierungen 528 (bitte erkundige dich beim Hüttenwirt der Geraer Hütte nach der Wegbeschaffenheit und der idealen Variante, es gibt hier mehrere Möglichkeiten)  durch landschaftliche Highlights bis zum Pfitscherjochhaus. Der Weg führt auf ca. 2.400 m um zwei Berge herum und quert zwei größere Bäche, fällt etwas ab, ehe du den letzten Aufschwung zu deinem heutigen Ziel bewältigst.  
Abendessen a`la carte (nicht inklusive) und Übernachtung im Mehrbettzimmer.

Variante 1: unterhalb der Alpeiner Scharte zweigt ein unscheinbarer Weg hinüber zum Riepenkopf ab. Dieser führt dich entlang der unbekannten Seite des Olperers vorbei an einem versteckten Gletschersse und einer Wasserfallkante, ehe du durch eine steile Rinne das erst kürzlich aufgestellte Kreuz des Riepenkopfs (2.905 m) erreichst. Gehe auf gleichem Weg wieder zurück und folge der Beschreibung Richtung Pfitscherjochhaus.
Gesamt: Gehzeit 7 Stunden, Strecke: 14 km, 1.100 HM auf, 1.150 HM ab

Variante 2: Vom Riepenkopf hast du die Möglichkeit zur Olperer Hütte (2.388 m) abzusteigen und über die Neumarkter Runde in einer Schleife wieder auf den Weg zum Pfitscherjochhaus zu gelangen.
Gesamt: Gehzeit: 8,5 Stunden, Strecke: 16,5 km, 1.245 HM auf, 1.295 HM ab

Tag 4: Pfitscherjochhaus (2.276m) - Europahütte
Gehzeit: 3 Stunden, Strecke: 8,5 km, 520 HM auf, 105 HM ab
Vermutlich bist du am Vortag bei deiner Ankunft am Pfitscherjochhaus in einem wahren Gewusel aus E-Bikern, Wanderern und Alpenüberquerern gelandet, hast dich zurecht an der Selbstbedienungstheke gefragt, ob du hier richtig bist. Umso friedlicher sind sicher der Abend, die Nacht und auch das Frühstück verlaufen, ehe du dich nun schweren Herzens von einer äußerst charmanten Gastgeberfamilie verabschieden musst. Folge dem Weg zurück zum ehemaligen Grenzübergang und biege hier ab Richtung Landshuter Europa-Hütte. Schon nach ein paar wenigen Metern fühlst du dich wie in einer anderen Welt. Ohne technische Herausforderungen wanderst du durch eine mediterrane Landschaft, bist umgeben von herrlichem Duft und vom Zirpen der Grillen. Allmählich wird die Landschaft wieder etwas schroffer, du querst ein paar Bäche, die unterhalb von dir friedlich in eine Moorlandschaft münden. Der letzte Aufstieg zu deinem Tagesziel führt dich durch ein bizarres Geröllfeld, ehe du die unvergleichliche Europahütte betrittst, die genau auf der Grenze zwischen Österreich und Italien erbaut wurde.
Abendessen und Übernachtung im Lager.

Variante 1: deponiere dein großes Gepäck beim Pfitscherjochhaus und folge den Wegweisern zur Rotbachlspitze (2.895 m). Nach einem Aufstieg (teilweise steiler Steig) von ca. 670 HM genießt du einen unvergleichlichen Ausblick von dem Gipfel, der dem roten Bachl weit unterhalb von dir seinen Namen gab.
Gesamt: Gehzeit 6 Stunden, Strecke: 14 km, 1.190 HM auf, 770 HM ab

Variante 2: deponiere dein großes Gepäck beim Pfitscherjochhaus und folge den Wegweisern Richtung Rotbachlspitze. Auf einer Höhe von ca. 2.560 m zweigt nach rechts bei einem kleinen Steinmann ein schwacher, unmarkierter Steig ab. Folge diesem unter der Rotbachlspitze vorbei über eine markante Grasterrasse (Hohe Öfen) ostwärts und hinab in die Haupentalscharte. Auf dieser über Schutt und Blockwerk steil hinauf zum Vorgipfel des Hochstellers und zuletzt über einen fast waagrechten Felsgrat über Kletterstellen (1+) zum höchsten Punkt mit Seinmann (3.098m)
Gesamt: Gehzeit: 8 Stunden, Strecke: 19 km, 1.535 HM auf, 1.100 HM ab

Tag 5: Europahütte - Parkplatz in Vals - bitte geänderte Routenführung bis voraussichtlich Anfang Juli beachten!
Gehzeit: 4 Stunden, Strecke 9 km, 135 HM auf, 1.500 HM ab
Durch die Rundumsicht der Europahütte wurdest du am Vorabend vielleicht Zeuge eines unvergesslichen Sonnenuntergangs über den namhaften Gipfeln der Stubaier Alpen.
Ausgeruht und gestärkt machst du dich heute auf deinen Heimweg nach Vals. Nach einem kurzen Abstieg hinter der Hütte folgt ein Aufstieg, der in einem weiten Kar aus Steinen und Geröll mündet. Anschließend steigst du über Serpentinen auf zum Sumpfschartel. Du bleibst immer weiter auf dem Geistbeckweg, gelangst über ein Hochplateau und steigst über eine seilversicherte Steilstufe ab. Immer tiefer geht es hinunter, bis dich dein Weg über den Bach in das Gebiet der Zeischalm führt. Liebevoll hat Erich von der Zeischalm diesen Weg hergerichtet, so wanderst du entlang zahlreicher Holzskulpturen und erfrischender Wasserfälle. Die letzten Meter zurück zum Parkplatz legst du knieschonend auf einem Schotterweg zurück. Falls du mit dem Linienbus zurück nach St. Jodok fähst wanderst du noch ein kurzes Stück hinüber zur Touristenrast, wo du eventuelle Wartezeiten natürlich sehr gut überbrücken kannst.
Abendessen und Übernachtung im Gasthof.

Variante: etwas unterhalb der Europahütte startet ein Steig Richtung Kraxentrager. Mit etwas Orientierungsgespür gelangst du über ein paar ausgesetzte (zum Teil seilversicherte) Stellen hinauf zum Gipfel. Die Aussicht von dort ist einfach atemberaubend.
Gesamt: Gehzeit: 5,5 Stunden, Strecke: 12 km, 435 HM auf, 1.785 HM ab

geänderte Routenführung im  Juli:
Aufgrund großer Wassermengen ist der direkte Abstieg von der Europahütte nach Vals (Geistbeckweg, #529) auf Höhe der Zeischalm aktuell nicht passierbar. Bitte steige daher von der Europahütte über den Weg #531 durch das Venntal zum Brenner ab. Zwischen Brenner und OMV-Tankstelle gelangst du nach einer Unterführung auf die Brenner Bundesstraße. Orientiere dich hier nach links und folge den Hinweisschildern "Sattelberg" bzw. " Bahnhof Brenner".
Nach dem Brenner-Zollhaus sind es noch ca. 400 Meter bis zum Bahnhof.
Mit der S-Bahn gelangst du vom Brenner Bahnhof nach St. Jodok. Falls du dein Auto am Parkplatz Nockalmen/Alpeiner geparkt hast nimmst du von St. Jodok Gemeindehaus den Bus #4144 bis Vals/Touristenrast.
Bitte erkundige dich beim Hüttenwirt der Europahütte auch nach Juli immer nach den aktuellen Weg-Bedingungen!


Tag 6: Individuelle Abreise
Frühstück in deinem Gasthof und Heimreise oder individuelle Verlängerung.
Wenn du noch etwas Zeit hast, nutze den Tag für eine weitere Tour im Wanderparadies des Bergsteigerdorfes, auch der Klettersteig in der Stafflacher Wand (Schwierigkeit B/C) verspricht traumhafte Ausblicke.

 

Termine & Preise

Termine: täglicher Tourenstart möglich
Individuelle Verlängerung möglich!

Preis pro Person: ab €375,-
Einzelzimmerzuschlag für die Nächte im Gasthof: €40,- pro Person 
Mindestteilnehmerzahl 2 Personen

Beste Tourenzeit:
Mitte Juli bis Mitte September (je nach Schneelage öffnen die meisten Hütten zwischen 15. Juni und Ende Juni 2024) 

Inklusivleistungen

  • 2x Übernachtung in deinem Gasthof in St. Jodok
  • 3x Übernachtung im Mehrbettzimmer/Lager auf Berghütten
  • 5x Frühstück, 4x Abendessen
  • Roadbook mit ausführlichen Tourenbeschreibungen
  • Wanderkarte Wipptal 
  • Kostenloser Verleih von Wanderstöcken und Grödeln
  • Gästekarte = Fahrkarte für öffentlichen Verkehr im Wipptal (S-Bahn Innsbruck-Brenner, Regionalbusse in alle Täler)
     

 

Buchungsformular Schmugglerpfad

Übernachtung im Gasthof
Vegetarische Verpflegung
Anreise
Datenschutz

Buchungs- und Stornorichtlinien:
6 Wochen vor Anreise erhältst du die Detailinformationen zum Schmugglerpfad mit Karte und Roadbook, Packliste sowie die Rechnung, die 4 Wochen vor Anreise fällig ist.
Stornobedinungen:
bis zu 6 Wochen vor Anreise; €50,- pro Person Stornogebühr
6 bis 2 Wochen vor Anreise: 30% Stornogebühr
ab 2 Wochen vor Anreise 50% Stornogebühr
Bei No-Show und Reiseabbruch werden die tatsächlich entstandenen Kosten verrechnet.

Wir empfehlen dir den Abschluss einer Stornoversicherung der Europäischen Reiseversicherung. Mit deiner Buchungbestätigung senden wir dir einen Link, über den due deine Versicherung einfach, schnell und online abschließen kannst.

Anbieter für die Tour:
Incoming Reisebürogesellschaft GmbH
Rathausplatz 1
6150 Steinach a. Br.
Tel.: 0043 5272 6270

weitere Anbieter des Schmugglerpfads mit variierenden Reiseverläufen:
ASI Reisen: Schmugglerpfad - Unterwegs im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südtirol:
www.asi.at/2ATINN018T

World of Mountains: Der Schmugglerpfad - über den Hauptkamm der Zillertaler Alpen wandern:
www.world-of-mountains.de/schmugglerpfad