Gschnitztaler Hüttentour


Ein Geheimtipp unter den Hüttentouren im Bergsteigerdorf - nur für Experten

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Diese Hüttentour ist sicher ein Geheimtipp unter den mehrtägigen Höhenwanderungen, denn Sie werden die meiste Zeit noch die Ruhe und Einsamkeit am Berg genießen können. Die Tour führt in sieben Etappen in einer Schleife rund um das Bergsteigerdorf Gschnitz, wobei Sie auf sechs verschiedenen Berghütten übernachten. 
Die Tour wird als schwer (schwarz markierte Bergwege) eingestuft und hat ihren Start- und Endpunkt beim Parkplatz der Bergeralm Bergbahn in Steinach. Mit ca. 6.000 Höhenmetern Auf- und Abstieg und fast 54 km Wegstrecke stellt sie eine sportliche Herausforderung dar. Sie können die Runde aber beliebig abkürzen - es gibt zu jeder Hütte einen Zustieg bzw. Abstieg ins Gschnitztal.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: mit der S-Bahn (S4) von Innsbruck oder Brenner bis Steinach a. Br. (10 min zu Fuß vom Bahnhof zur Talstation Bergeralm) und für Zustiege zu einzelnen Hütten im Gschnitztal weiter mit dem Regionalbus 4146 Steinach - Trins - Gschnitz (Haltestellen bei einzelnen Etappen siehe Wegbeschreibung unten). Fahrpläne: www.vvt.at

Unterkunftssuche im Tal vor bzw. nach der Hüttentour: Zur Unterkunftsliste
Reservierungen auf den Hütten werden dringend empfohlen, Kontakte siehe weiter unten auf der Seite.

Aktuelles

Alle Hütten haben geschlossen. Saisonstart voraussichtlich Ende Juni.

Daten & Fakten:

Typ: Rundwanderung
Ausgangspunkt: Talstation Bergeralm / Steinach
Endpunkt: Talstation Bergeralm / Steinach
Gebirgszug: Stubaier Alpen

Länge: 
54 km
Dauer: 6 oder 7 Tage zu je 3 - 7 h Gehzeit 
Aufstieg: 6.000 m
Abstieg: 6.000 m
Höchster Punkt: 2.750 m
Niedrigster Punkt: 1.066 m
Schwierigkeit: Schwer (schwarz markierte Bergwege) - absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich!
Beste Jahreszeit: Ende Juni - Mitte September
Zustiege: zu allen Hütten (siehe Wegbeschreibung)
Parken: Parkplatz Talstation Bergeralm in Steinach, Kosten €6,- pro Tag. Wenn Sie die Bergbahnen der Bergeralm nutzen, wird Ihnen dieser Tag bei den Parkgebühren gutgeschrieben. 

Achtung: alle Angaben sind Richtwerte und Empfehlungen. Für die Richtigkeit der Angaben kann keine Haftung übernommen werden!

Interaktive Karte & GPS-Daten

Tourencharakter:

Sie wandern auf schmalen, zum Teil ausgesetzten Wegen (schwarz markierte Bergwege), die durchwegs markiert und beschildert sind. Bitte beachten Sie, dass auch versicherte Abschnitte oder kurze Kletterpassagen bewältigt werden müssen. Für diese Tour sind absolute Schwindelfreiheit, Trittsicherheit, gute Kondition und Bergerfahrung erforderlich.

Streckenbeschreibung

1. Tagesetappe: Mittelstation Bergeralm - Gerichtsherrnalm - Trunahütte
Sie starten Ihre Wanderung entweder mit der Auffahrt der Bergeralmbahn bis zur Mittelstation (Öffnungszeiten: www.bergeralm.net ) und wandern von dort über den Forstweg (Nr. 43) bis zur Gerichtsherrnalm. Oder Sie starten direkt von der Talstation der Bergeralm über den Güterweg zur Gerichtsherrenalm. Genießen Sie hier die tollen Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und wandern Sie weiter über Waldsteige (Nr. 78, 44) bis zu einer Wegkreuzung mit dem Forstweg 125. Zur Trunahütte (1.750m) steigen Sie nun wieder ein kurzes Stück ab.
Gehzeit 4 h, 885 m auf (ab Talstation), 225 m ab
Übernachtung: Trunahütte 

Alternative:
mit der Bergeralmbahn bis zur Bergstation am Nösslachjoch auffahren und dann über die Kammwanderung (Weg Nr. 42) und das Gstreinjöchl (Nr. 38/94) direkt zur Tribulaunhütte (Gehzeit ca. 6 h, 950 m auf, 1.100 m ab)
Weitere Zustiege zur Trunahütte:
Von Steinach über Nr. 45, von Trins über Nr. 125
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
S-Bahn (S3) von Innsbruck/Brenner nach Steinach
Bus 4146 Steinach - Trins, Haltestelle Gemeindeamt Trins

2. Tagesetappe: Trunahütte - Lichtsee - Gstreinjöchl - Österr. Tribulaunhütte
Nach einem stärkenden Frühstück folgen Sie von der Trunahütte zunächst dem Güterweg und dann dem Steig (Nr. 125) zum Trunajoch (Tipp: nehmen Sie sich Zeit von hier einen Abstecher zum herrlichen Lichtsee zu machen). Wandern Sie nun entlang des Grats (Weg Nr. 94) oberhalb der Bergmähder und am Tiroler Höhenweg (Weg Nr. 38) hinauf zum Gstreinjöchl (2.540m). Sie befinden sich nun im Angesicht der hohen Wände des Tribulaunmassives. Genießen Sie den tollen Blick über das Obernberg- und hintere Gschnitztal. Von hier steigen Sie zur Österreichischen Tribulaunhütte (auch Tribulaunhaus, 2.064m), Ihrem heutigen Etappenziel ab. 
Gehzeit 5 -6 h, 1.055 m auf, 730 m ab
Übernachtung: Tribulaunhütte

Weitere Zustiege zur Tribulaunhütte:

Gschnitz (Sandestal) Nr. 127
Gschnitz (über Garklerin) Nr. 63
Gschnitz Fahrweg Nr. 59
Obernbergtal (Ortsmitte/Talende) Nr. 127
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Gschnitz - Bus 4146 Steinach - Gschnitz, Haltestelle GH Feuerstein
Obernberg - Bus 4145  Steinach - Obernberg, Haltestelle GH Waldesruh/Ortsende

3. Tagesetappe: Tribulaunhütte - Sandesjöchl - Kuhberg - Bremer Hütte
Von der Tribulaunhütte wandern Sie Richtung Süden auf dem Weg Nr. 59. Folgen Sie dann dem Dolomieu Weg (Nr. 63) und anschließend dem Jubiläumssteig (Nr. 130) Richtung Bremer Hütte. Der Weg führt Sie durch imposantes steiniges Gelände, umgeben von den Felsen des Gschnitzer Tribulaun und des Pflerscher Pinggl. Nach dem sumpfigen Gebiet beim Kuhberg bewältigen Sie eine Leiter mit Seilpassage und meistern den letzten Anstieg zu Ihrem heutigen Ziel Bremer Hütte (2.411m) am hintersten Ende des Gschnitztales
Gehzeit: 6 - 7 h, 1.115 auf, 770 m ab
Übernachtung: Bremer Hütte

Weiterer Zustieg zur Bremer Hütte:
Gschnitz (GH Feuerstein/Laponesalm) Nr. 02/102
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus 4146 Steinach - Gschnitz, Haltestelle GH Feuerstein
Es gibt ein Hüttentaxi bis zur Laponesalm, Tel. 0043 664 1634190

4. Tagesetappe: Bremer Hütte - Hohe Burg - Innsbrucker Hütte
Von der Bremer Hütte steigen versierte Bergsteiger über ein Klettersteig-Stück (A) zum Lauterer See ab. Weniger erfahrene Bergsteiger folgen besser dem Normalweg in Richtung Simmingsee und steigen auf der anderen Talseite wieder auf. Sie sind heute auf dem Stubaier Höhenweg (Nr. 124) unterwegs. Der Steig führt Sie durch recht ausgesetztes und felsiges Gelände und weite Talkessel. Unterwegs gilt es einige seilversicherte Passagen und eine Leiter zu bewältigen. Am Ende der Tagesetappe gelangen Sie vorbei am Alfair See zur Innsbrucker Hütte (2.370m) am Fuße des Habichts.
Gehzeit: 6 - 7 h, 950 m auf, 900 m ab
Übernachtung: Innsbrucker Hütte

Weitere Zustiege zur Innsbrucker Hütte:
Gschnitz (GH Feuerstein) Nr. 60
Karalm (Pinnistal) Nr. 123
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Gschnitz - Bus 4146 Steinach - Gschnitz, Haltestelle GH Feuerstein
Stubai - Bus 590a/b Innsbruck - Neustift i. Stubaital, Haltestelle Neder (Hüttentaxi Karalm) 

5. Tagesetappe: Innsbrucker Hütte - Pinnistal - Rohrauersteig - Padasterjochhaus
Von der Innsbrucker Hütte steigen Sie nach einem herzhaften Frühstück über den Weg Nr. 123 hinab ins Pinnistal, das zum Stubaital gehört. Vorbei an der Karalm und Pinnisalm folgen Sie gemütlich dem Forstweg talauswärts Richtung Issenangeralm. Ca. 300 Meter vor dieser zweigt der neue „Rohrauersteig“ (Nr.122) nach rechts ab. Der Weg ist in vielen Serpentinen gut angelegt, der mittlere Teil ist jedoch anspruchsvoll mit Stiegen und Seilversicherungen versehen, um Ihnen die ausgesetzten Stellen etwas zu erleichtern. Der schwarz markierte Steig führt Sie durch die "Widdersgrube" hinauf bis zur Hammerscharte auf 2.529m, die den Übergang zurück ins Gschnitztal markiert. Der Ausblick von dort in die Stubaier- und Zillertaler Alpen, die Dolomiten und ins Wipptal ist einfach überwältigend! Nun haben Sie es fast geschafft, 300 HM sind es nun noch hinunter zum Padasterjochhaus (2.232m)
Gehzeit 7 - 8 h, 1.175 m auf, 1.315 m ab
Übernachtung: Padasterjochhaus

Alpine Alternative - Jubiläumssteig (sehr anspruchsvoll!): Vorbei an der Karalm und auf halbem Weg zur Pinnisalm steigt man rechts auf der anderen Bachseite über den Jubliäumssteig ebenfalls 1.200 HM hinauf zum Silbersattel auf 2.750 m, unterhalb der Kirchdachspitze. Achtung: Hier erfordert es absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, weil das Gelände sehr ausgesetzt und steil ist! Aber vom Silbersattel ist der Ausblick grandios! Wer noch die Kraft hat, kann den Rucksack stehen lassen und die letzten, seilversicherten 90 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz der Kirchdachspitze (2.840 m) aufsteigen. Vom Silbersattel geht es dann am Steig Nr. 7  nach Osten über steiniges Gelände und steile Wiesenhänge noch ca. 500 Höhenmeter hinunter zum Padasterjochhaus. (Gehzeit 7 h, 1.250 m auf, 1.350 m ab)
Weiterer Zustieg zum Padasterjochhaus:
Trins Nr. 122 - Steig oder Forstweg
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus 4146 Steinach - Trins, Haltestelle Gemeindeamt Trins 

6. Tagesetappe: Padasterjochhaus - Kesselspitze - Peilspitze - Blaser Hütte
Vom Padasterjochhaus wandern Sie auf dem Weg Nr. 7 zur Wasenwand und am Grat weiter zum Roten Kopf. Weiter geht es über den Weg Nr. 8 zur Kesselspitze. Dort angekommen genießen Sie eine unvergessliche Rundumsicht, ehe Sie zum Kalbenjoch absteigen, immer den Wegweisern Richtung Peilspitze folgend (Nr. 13). Um zur Peilspitze zu gelangen müssen Sie noch einmal einen seilversicherten Abschnitt bewältigen. Lassen Sie am Gipfelkreuz diese wunderschöne Tour noch einmal Revue passieren, bevor es hinunter zur Blaser Hütte (2.180m) geht. Sie haben Ihre letzte Hütte der Gschnitztaler Runde erreicht.
Gehzeit: 5 - 6 h, 800 m auf, 890 m ab
Übernachtung: Blaser Hütte

Weitere Zustiege zur Blaser Hütte:
Trins Nr. 31/ 31a/ 30
Steinach Nr. 13
Ochsenalm Maria Waldrast Nr. 4, Matrei Statz Nr. 30
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Trins - Bus 4146 Steinach - Trins, Haltestelle Gemeindeamt Trins
Matrei - S-Bahn (S4) nur bis Matrei nehmen, danach Auffahrt mit Taxi möglich

7. Tagesetappe: Blaser Hütte - Pflutschwiesen - Steinach Talstation Bergeralm
Das Gebiet um den Blaser ist Naturschutzgebiet und dementsprechend reich an botanischen Reizen. Besonders im Frühsommer macht die üppige Alpenflora diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nutzen Sie die Gelegenheit, von der Hütte noch einen kurzen Abstecher vom Blaser zu machen. Wieder zurück folgen Sie von der Blaser Hütte zuerst dem Forstweg (Nr. 13) - Abkürzung der Kehren über einen Steig möglich - bis etwas vor der Waldgrenze der Steig Nr. 13 nach Steinach /Wipptalerhof abzweigt. Dieser führt Sie über wunderschöne Blumenwiesen (Pfutschwiesen) und kreuzt schließlich die Fahrstraße beim Ortsteil Pirchet oberhalb von Steinach. Unter der Autobahnbrücke wandern Sie weiter bis zur Landesstraße nach Trins, diese queren Sie und folgenden dem Weg bis zur Talstation Bergeralm.
Gehzeit: 3 h, 1.150 m ab
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln für Rückfahrt:
Trins - Bus 4146 Steinach - Trins, Haltestelle Gemeindeamt Trins

Tourvisualisierung


Blog: Meine erste Hüttentour


Erfahrungsbericht zur Gschnitztaler Hüttentour inkl. Packliste und Tipps!

Gesamtpaket Gschnitztaler Hüttentour


Hier können Sie ganz bequem das Gesamtpaket mit Übernachtungen im Tal und auf den Hütten buchen.

Kontakt zu Hütten

Öffnungszeiten

20 Schlafplätze 
Rucksacktransfer
Hüttentaxi auf Anfrage

Anfang Juni - Ende September geöffnet!

Die Blaser Hütte liegt in den Stubaier Alpen und ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Familien und Bikern. Der nahegelegene Blaser ist als Blumenberg und für seinen Reichtum an Edelweiß bekannt. Von der Hütte hat man einen wunderbaren Ausblick zu den Tuxer Alpen, zum Zillertaler Hauptkamm, hinüber zur Serles, zur Kirchdachspitze und Peilspitze.

Hüttenbetreiber: Familie Nocker


Öffnungszeiten

85 Schlafplätze
Rucksacktransfer

Ende/ Mitte Juni (je nach Schneelage) - Ende September geöffnet!

Wir sind Stefanie und Christian Höllrigl, und bewirtschaften die Bremer Hütte der Sektion Bremen e.V. des deutschen Alpenvereins im hinteren Gschnitztal. Wir sind bemüht das Sie sich auf unserer Hütte wohlfühlen und Sie in und um die Hütte Entspannung und Erholung finden. 

Öffnungszeiten

130 Schlafplätze
Rucksacktransfer (Aufzug Gschnitz)

Mitte Juni -  Anfang Oktober geöffnet!

Willkommen auf der Innsbrucker Hütte! Die Innsbrucker Hütte befindet sich auf 2.369 m über dem Meeresspiegel und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Bergtouren und Wanderungen.

Inhaber: Familie Marlene und Franz Egger


Öffnungszeiten

70 Schlafplätze
Rucksacktransfer

Mitte Juni - Ende September geöffnet!

Das Padasterjochhaus befindet sich in den Stubaier Alpen und ist nicht nur bei Wanderer sondern auch bei Biker ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Die Hütte ist ein idealer Ausgangspunkt für landschaftlich reizvolle Wanderungen und Bergtouren wie zum Beispiel dem Padaserkogel (20 Minuten), Kesselspitze (2 Stunden), Kirchdachspitze (2 Stunden), Hammerspitze (1 Stunde) und noch weiteren Touren.

Öffnungszeiten

32 Schlafplätze
Rucksacktransfer

Anfang Juni - Anfang Oktober geöffnet!


Öffnungszeiten

Mitte Juni bis Mitte September
Täglich geöffnet!

Die Trunahütte befindet sich in den Stubaier Alpen und ist für Familien und Biker ein beliebtes Ausflugsziel. Außerdem ist die Trunahütte ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Bergwanderungen und Bergtouren. Weiters ist die Trunahütte auch ein Etappenziel der bekannten Gschnitztaler Hüttenrundtour.

Notruf - unbedingt merken!

Alpinnotruf: 140
Euronotruf: 112
Verwenden Sie auch die kostenlose Bergrettungsapp, damit Sie im Notfall einfach geortet werden können: Hier downloaden!

Sie haben noch nie eine Weitwanderung gemacht?

Dann werfen Sie einen Blick auf unsere Checkliste: Hier downloaden!